was wirklich hinter meinem „Essdruck“ steckt
Ich möchte heute etwas sehr Persönliches mit euch teilen.
Etwas, das ich selbst erst in den letzten Tagen verstanden habe.
Dieser Post enthält persönliche Themen.
Bitte lies bewusst. ⚠️ Triggerwarnung: In diesem Beitrag geht es um Trauma, psychische Prozesse und Essverhalten. Bitte achte gut auf dich beim Lesen.
Nach 28 Tagen Fasten und zwei stabilen Wochen Aufbauphase bin ich in Woche 3 in ein altes Muster gefallen:
Plötzlich wieder starker Essdruck.
Gleichzeitig das Gefühl von Fülle im Bauch.
Beides gleichzeitig – völlig widersprüchlich.
Früher dachte ich immer, das wären rein körperliche Symptome:
„schlechte Bakterien“, Darmprobleme, MCAS.
Doch dieses Mal war etwas anders.
Ein Kindheitstrauma zeigt sein Gesicht
Ich bin wegen meiner CFS/ME-Diagnose in psychiatrischer Behandlung – und ich bin sehr dankbar dafür.
Meine Psychiaterin hat etwas in mir berührt, das lange verschlossen war:
ein tiefsitzendes Kindheitstrauma,
das ich jahrelang nicht mit meinem Körper in Verbindung gebracht habe.
Sie hat mich sofort zu einer Körpertherapeutin geschickt, und dort wurde mir klar:
✨ Mein Körper hat Essen lange als „Gefahr“ abgespeichert.
✨ Das Trauma sitzt genau in meinem Bauch- und Beckenbereich.
Wenn ich faste, fühlt sich mein Körper sicher:
Keine Verdauung, keine Aktivität im Darm = keine Bedrohung.
Sobald ich wieder esse, wird der Bereich aktiv –
und der alte Alarm geht an.
Nicht, weil ich etwas „falsch“ mache.
Sondern weil mein Körper glaubt, er müsse mich schützen.
Ich gehe das Thema jetzt an – ehrlich, offen, mutig
Ich habe angefangen:
- über das Trauma zu sprechen
- zu verstehen, wie es mein Leben geprägt hat
- mit den Betroffenen und meiner Familie zu reden
- therapeutisch daran zu arbeiten
Das alles ist schwer.
Es ist emotional.
Es reißt Wunden auf.
Aber zum ersten Mal seit Jahren merke ich:
✨ Es beruhigt sich etwas in mir.
✨ Es entsteht Raum.
✨ Etwas löst sich.
Das ist für mich ein Geschenk.
Warum ich in dieser Woche mehr gegessen habe
Ja, ich hatte 3 Tage lang „Crashs“.
Ich habe viel gegessen – teilweise sehr viel.
Aber:
- es waren überwiegend gesunde Lebensmittel
- Zucker und Süßes schmecken mir nicht mehr
- mein Körper fühlte sich danach nicht so schwer an wie früher
- ich war dadurch stabiler und wärmer
Ich glaube inzwischen:
Mein Körper brauchte diese Energie, um die emotionalen Prozesse zu bewältigen.
Ich war 14 Tage lang sehr bewusst im Aufbau nach 28 Tagen Fasten –
das ist schon mehr, als den meisten bewusst ist.
Und jetzt:
Ich lasse meinem Körper die Zeit, die er braucht.
Mit Liebe.
Nicht mit Kontrolle.
Mein Fazit für Woche 3
✨ Ich bin stabiler als früher – trotz der Crashs.
✨ Mein Körper reagiert nicht „gegen mich“, sondern versucht mich zu schützen.
✨ Ich gehe liebevoller mit mir um als je zuvor.
✨ Ich bin wieder warm von innen heraus und habe Energie.
✨ Der Weg ist schwer – aber ich gehe ihn.
✨ Und ich bin heute an einem Punkt angekommen, an dem Heilung wirklich beginnen kann.
Danke, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet.
In voller Liebe,
Carina

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