Ich bin in den letzten vier Wochen ziemlich untergetaucht – und das war völlig in Ordnung so.
Ich habe mir Zeit genommen, um mich ganz um mich selbst und meinen Körper zu kümmern.

Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, auch mit CFS/ME, MCAS, Allergien, Unverträglichkeiten und Hochsensibilität zu fasten – nicht, um sich zu heilen, sondern um dem Körper mehr Frieden, Ruhe und Regeneration zu schenken.

Mir ist wichtig zu betonen:
👉 Ich teile hier meine persönliche Erfahrung. Es handelt sich nicht um eine medizinische Empfehlung, sondern um meinen ganz individuellen Weg, mit meinem Körper liebevoll umzugehen.


💭 Wie es mir vorher ging

Bevor ich mit dem Fasten begonnen habe, war ich völlig aus dem Gleichgewicht.
Ich hatte zu viel gegessen – auch Lebensmittel, die mir nicht guttun. Mein Körper fühlte sich überfordert und überfüllt an.

Nach meinem Klinikaufenthalt im September hatte ich das Gefühl, mein System sei erneut „gecrasht“.
Obwohl ich dort regelmäßig gegessen habe, taten mir Menge und Auswahl der Lebensmittel nicht gut.
Das Rotationssystem war interessant, aber der Ernährungsplan hat einfach nicht zu mir gepasst.

Ich fühlte mich verloren, allein, überfordert – und so traf ich eine Entscheidung:
Ich wollte meinem Körper durch eine Fastenzeit die Möglichkeit geben, sich zu erholen und neu zu regulieren.


🪶 Mein persönlicher Fastenplan

Ich faste seit über 20 Jahren regelmäßig – meist 10 bis 14 Tage.
Diesmal wollte ich 28 Tage fasten, um meinem Körper wirklich Zeit zur Zellerneuerung zu geben.

Ich habe mir dafür einen eigenen Fastenplan erstellt, angepasst an meine besonderen Bedürfnisse mit CFS/ME, MCAS und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Mein Motto: Klar, einfach, individuell – ohne Druck, ohne Dogma.

Am 18. Oktober 2025 startete mein persönliches Projekt:

Ich unterstütze meinen Körper auf seinem Weg zur Regeneration.


🌿 Warum ich überzeugt bin, dass es mir hilft

Mein Körper – wie jeder Körper mit chronischen Belastungen – war aus dem Gleichgewicht geraten.
Ich vergleiche ihn gerne mit einem Garten:
Wenn ein Garten überwuchert, durcheinander und erschöpft ist, braucht er Zeit, um sich selbst zu regulieren.

Fasten ist für mich diese Ruhephase.
Der Körper bekommt keine neuen Reize, keine ständige Verdauungsarbeit.
Er darf sich auf sich selbst konzentrieren – regenerieren, entgiften, heilen im Sinne von Erneuerung.


🧘‍♀️ Wie ich das Fasten gestaltet habe

Ich habe keine reine Wasser-Tee-Kur gemacht – das wäre für meinen Körper zu belastend.
Zunächst habe ich meinen Darm mit der Darm-Express-Kur vom Regenbogenkreis gereinigt (in halber Dosierung, da mein Körper sehr sensibel reagiert).

Anschließend folgte eine sanfte Fastenphase mit Kokoswasser (Firma Trink-COA) und einem Eiweißshake aus der Darmkur.
Für mich war das ideal, um stabil zu bleiben und den Einstieg zu schaffen.

Danach habe ich mich am Saftfasten nach Dr. Rudolf Breuss orientiert – allerdings nur mit dem Biotta Breuss-Saft (unbezahlte, persönliche Erfahrung).
Die empfohlenen Tees konnte ich wegen meiner Allergien nicht verwenden, aber den Saft vertrage ich sehr gut.

Begleitend habe ich Elektrolyte, Magnesium, Kokosöl (max. 2 TL/Tag) und einige Nährstoffe ergänzt, damit mein Körper stabil bleibt.


🌞 Veränderungen während des Fastens

Bereits nach etwa zehn Tagen wurde mir gesagt, ich würde „strahlen“ und gesünder aussehen.
Ich selbst fühlte mich ruhiger, klarer und im Inneren viel stabiler.

Auf ärztlichen Rat ließ ich zur Halbzeit des Fastens meine Blutwerte kontrollieren – alle lagen im Normbereich: Leber, Nieren, Magnesium, alles stabil.

Natürlich gibt es beim Leben mit CFS/ME gute und anstrengende Tage.
Ich habe mein Tempo beibehalten und auf meinen Körper gehört – Bewegung nur, wenn sie sich gut anfühlte. Kein Zwang, kein Muss.

Mein wichtigster Leitsatz während des Fastens war:

Kein Müssen, nur Fühlen.

In den ersten zwei Wochen habe ich regelmäßig Einläufe gemacht, um Rückvergiftungen aus dem Darm zu vermeiden.
Ansonsten war mein wichtigstes Werkzeug: Achtsamkeit.


🥕 Mein Aufbauplan

Das Fasten ist nur der Anfang – der Aufbau ist genauso wichtig.
In den letzten Jahren bin ich oft daran gescheitert, weil viele Fastenbücher zu komplizierte Pläne vorgeben.
Diesmal wollte ich es einfach halten.

Für den Aufbau plane ich:

  • 2 Wochen lang nur gegartes oder püriertes Gemüse – nach einem Rotationsprinzip (alle 4 Tage wechseln)
  • Weiterhin kleine Mengen Kokosöl und Breuss-Saft
  • Sanfte Rückkehr zur Ernährung, ohne Druck und ohne Eile

Der Körper braucht Zeit, um sich neu zu regulieren. Besonders bei Hochsensibilität ist Geduld entscheidend.
Ich gebe mir mindestens 6 Wochen Aufbauzeit.

Danach lasse ich erneut Blutproben und Werte kontrollieren, um zu sehen, wie sich mein Körper verändert hat.
Ich bin gespannt, was sich zeigen wird – und werde berichten.


💚 Mein Fazit

Diese Fastenzeit war für mich ein Geschenk der Selbstfürsorge.
Ich habe gelernt, wie viel Ruhe, Vertrauen und Einfachheit der Körper braucht, um wieder in Balance zu kommen.

Ich sehe das Fasten nicht als Heilmittel, sondern als Werkzeug, um meinem Körper zuzuhören – und ihm die Chance zu geben, sich selbst zu regulieren.

Ich teile diese Erfahrung, weil sie mir gezeigt hat, dass Selbstfürsorge keine großen Gesten braucht – sondern nur Achtsamkeit, Geduld und Liebe zum eigenen Körper.

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